Vereinsgeschichte

Rückblick des Zweigvereins Schwimmen Die Sektion Schwimmen des Sportklub Zirl wurde 1957 gegründet. Zirl zählte damals zu den wenigen Gemeinden Tirols, in denen es ein Freibad gab. Der Schwimmverein verfolgte damals vor allem das Ziel, Schwimmkurse für Kinder abzuhalten. Baden und schwimmen im damaligen nierenförmigen 33 1/3 m Becken setzte voraus, dass man gegen kaltes Wasser abgehärtet war – das Bad war nicht beheizt.

In den Anfangsjahren führten folgende Personen die Sektion Schwimmen:
1957 – 1963 Kleißl Friedrich
1963 – 1966 Loidelsbacher Walter
1966 – 1971 Gastl Peter
1971 – 1975 Kurz Walter

Die Kinderschwimmkurse erfreuten sich in diesen Jahren reger Beliebtheit. Im Jahr 1972 nahmen 92 Kinder daran teil. Einen qualitativen Aufschwung nahm der Zirler Schwimmsport im Jahr 1975, als der damalige Sektionsleiter Franz-Josef Wander mit dem Aufbau einer Wettkampfgruppe begann. Er fuhr anfänglich mit seinem grünen VW-Käfer mit fünf Kindern zum Training nach Telfs, das von Roland Perus geleitet wurde. Die Gruppe war klein, aber recht ehrgeizig. 1977 wurden die österreichischen Meisterschaften beschickt. In den späten 70er Jahren fuhren die Zirler Schwimmer mit dem Taxi Öfner zum Training. Christl hatte einen speziell günstigen Sportklubtarif und den Vorteil, dass auch der Transport von bis zu 14 Jugendlichen im VW-Bus kein größeres Hindernis war. Das Training fand im Hallenbad Telfs statt. Seit jeher entwickelte sich ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken gegenüber dem dortigen Tiroler Wassersportverein. Immerhin reiften in beiden Vereinen damals Sportgrößen wie Egger Wolfgang oder Schwarz Albuin, die später beide bei Ironman Triathlon Veranstaltungen in Hawaii starten sollten. Wander Franz-Josef führte den Verein bis 1985. Aufgrund der beschränkten Trainingsmöglichkeiten konzentrierten sich die Zirler auf Nischendisziplinen wie die Brustlage und gewannen dort immer wieder Medaillen in den Nachwuchsklassen durch Seebacher Birgit, Plattner Gabi, Trenkwalder Simon, Egger Wolfgang, Wild Markus oder Hauser Clemens, um nur einige zu nennen. Trenkwalder Simon folgte als Obmann nach und startete 1986 mit viel Idealismus von der Pieke auf: Ein privat angeschaffter VW-Bus diente für die Fahrten in’s Telfer Hallenbad. Interessanterweise waren es damals nicht überwiegend sportbegeisterte Eltern, die ihre Kinder zum Schwimmverein schickten, sondern meist Personen, die selbst nicht besonders gut schwimmen konnten. Jedenfalls dauerte es nur kurze Zeit, bis sich die Sprösslinge im Wasser schneller fortbewegen konnten als ihre Eltern. Kainz Pepi, Clemens Arnold und bei den Mädchen Pia Mühlthaler sowie Cornelia Pittl waren die damaligen Leistungsträger, später dann Mayr Simon und Valent Daniel. Obwohl Schwimmtraining normalerweise eher monoton ist, sorgten auch immer wieder junge Lausbuben wie damals Martin Fritz oder Tobias Sailer für ausgeprägte Unterhaltung, speziell während der Busfahrten zu den Trainings. War der Schwimmverein über einige Jahre organisatorisch eine One-man-show, so kamen – aufgrund einiger Berufs- und Branchenwechsel des Obmannes sowie eines nebenberuflichen Studiums – immer mehr Helfer dazu, die den Verein entscheidend mitgestalteten. Zur jener Zeit, als sich der Obmann an’s Häuslbauen machte, leitete Paul Mühlthaler die Geschicke des Vereins. Die Erfolge im Triathlon, die in den Kinderklassen doch zu einem wesentlichen Teil auf den schwimmerischen Leistungen basieren, befruchteten die Vereinsarbeit zu Beginn der 90er Jahre. Im Soge der Erfolge eines Nairz Christian – er ist der erste Zirler, der unter einer Minute kraulte – gewannen die Zirler auch zahlreiche Medaillen bei Tiroler Meisterschaften im Schwimmen: Saurwein Christopher und Matthias, Perfler Angelika, Kraiser Martina sowie Stefanie und Melanie Rief waren immer für hervorragende Platzierungen gut.

In den letzten Jahren hat sich der Zweigverein Schwimmen dank unserem Sponsor Intercoiffeur Kruder zu einem – für Tiroler Verhältnisse – großen Schwimmverein entwickelt, was auf das überdurchschnittliche Engagement von Gerdi Unterberger, Günther Saurwein, Peter Schuler und natürlich Dieter Gosch zurückzuführen ist. Ein Stab von erfolgreichen Betreuern organisiert nicht nur Trainings, Fahrteinteilungen und Wettkämpfe, das Freizeitangebot des Zweigvereines erstreckt sich auch über Grillabend, Mondscheinrodeln, Schwimmerball und Trainingslagern in den Ferien. Im abgelaufenen Jahr 2004/05 erzielte der Zweigverein aufgrund des konsequenten und effizienten Trainings der Staatsmeisterin Verena Klocker einen Medaillenrekord mit über 22 Meisterschaftsmedaillen im Jahr 2005. Erfreulicherweise stammen alle weiteren Trainerinnen aus den eigenen Reihen: Pia Mühlthaler betreut die 11 bis 18 Jährigen, Stefanie und Melanie Rief sowie Patricia Unterberger bemühen sich um die kleinsten SchwimmerInnen. Die Trainingsgruppen bei den Erwachsenen leiten Gerdi Unterberger und Simon Trenkwalder. Bei den Hallenmeisterschaften 2006 wurde der vorjährige Medaillenrekord sogar noch überboten: die SchwimmerInnen des SK Kruder Zirl errangen 24 Meisterschaftsmedaillen, darunter Gold durch Matthias Saurwein, Patrick Koch und Lisa Gosch. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn die Zirler Jugendlichen Leistungskaderschwimmer oder Sport-BORG-Athleten hinter sich lassen. Dabei möchte ich zwei Einzelleistungen heuer besonders herausstreichen: der Meistertitel von Lisa Gosch über 100 m Delphin in 1:14,78 sowie die Zeit von Patrick Koch über 100 m Kraul in 0:59,21 - beide Athleten sind erst vierzehn Jahre jung. Der Verein zählt mittelerweile auch drei staatlich geprüfte Lehrwarte (Gerdi Unterberger, Katharina Laimer und Simon Trenkwalder) sowie ausgebildete Kampfrichterinnen (Brigitte Koch und Bettina Krug). Die derzeitigen Nachwuchsschwimmer, die im nächsten Jahr in die Jugendlichen-Trainingsgruppe aufrücken, lassen für die Zukunft auf schöne Erfolge hoffen. Vorausgeschickt, dass alle mit dem entsprechenden Ernst sich für sportliche Leistung einsetzen.

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