Tristach 2006

Tristach -that`s the way we like it !  

Schon in den vergangenen Jahren musste unser Trainingslager am Tristacher See in Osttirol keinen Vergleich mit den Sport- und Unterhaltungsaktivitäten eines Magiclife-Clubs scheuen. Was unser „Reiseleiter“ und Kameramann Michael Unterberger heuer auf die Beine gestellt hat, überraschte aber selbst altgediente „Tristachfahrer“.Dass das Lienzer Dolomitenbad vormittags während der gesamten Woche perfekte Trainingsbedingungen für Nachwuchs- und Masterschwimmer bot, durfte erwartete werden, dass mit Hilfe einer mitgebrachten Videoanlage am Abend im Gemeinschaftszelt Videoanalysen der Schwimmer vorgenommen werden konnten, fällt schon in die Kategorie „Außergewöhnliches“. Dass seit der Videoanalyse des eigenen Schwimmstiles einzelne Masterschwimmer mit einem Wechsel ins Lager der Schachspieler spekulieren, bleibt ein unbestätigtes Gerücht.

Nicht nur im Wasser, sondern auch in luftiger Höhe haben unsere Schwimmer gute Figur gemacht: das Durchsteigen eines Hochseilgartens am Montag erforderte Mut und Geschicklichkeit. Durchhänger und Abstürze blieben aus!

Am Dienstag kehrten wir wieder in unser Element - das Wasser -  zurück. Eine Rafting-Tour auf der Isel von Huben nach Ainet stand am Programm. Sogar unsere Jüngsten wagten die Fahrt durch tosende Walzen und meterhohe Wellen. Alle über Bord Gegangenen wurden so rechtzeitig wieder aufgefischt , dass sie am anschließenden Grillen teilnehmen konnten.Apropos Fischen ! Auch das wurde geboten. Zwar blieben die Kochtöpfe leer, dies ließ sich angesichts des erfreulichen Ereignisses, dass unser Fischer Georg wohl mit dem Inge-Welzig-Preis für absolut fischschonendes Fischen ausgezeichnet werden wird, leicht verschmerzen.

Mehr Erfolg hatten unsere glorreichen Sieben ( Iris, Andrea, Julia, Melanie, Jasmin, Nina und Lena ). Alles Glück der Erde fanden sie in Osttirol am Rücken ihrer Pferde ! Sie perfektionierten ihre Reitkünste am Montag  in der Halle soweit, dass sie am Mittwoch einen Ausritt in die Wildnis der Lavanter Auen wagen konnten. Leider gibt es noch keinen Kombinationsbewerb Schwimmen/Reiten: die Mädchen des SK Zirl wären unschlagbar…

Unschlagbar sind sie aber auch beim Shopping: eine Tristachwoche ohne Programmpunkt „Shopping in Lienz“ hieße sehenden Auges eine Lagerrevolution zu riskieren – ein Vorwurf, dem sich die Vereinsführung naturgemäß nicht aussetzen wollte.Für die Konsumresistenten bot der Lavanter Sportplatz eine Alternative: mit dem Tennisracket, dem Basket- und dem Fußball bewiesen sie, dass Schwimmer  über Ballgefühl verfügen. Das konnte man auch bei unseren Beachvolleyballern sehen, die die ganze Woche über den Sandplatz am Tristacher See genutzt haben.

Das Mountainbike-Programm musste leider wetterbedingt gekürzt werden. Einer konditionsstarken Gruppe mit Doris, Rupi, Patrick und Mathias gelang dennoch eine dopingfreie Befahrung des Hochstein.

Als einer der gesellschaftlichen Höhepunkte erwies sich das traditionelle Nachtschwimmen im See am letzten Abend. Nachdem unsere technische Abteilung unter Leitung von Manfred den Prototyp eines Hechtschutzkäfigs noch rechtzeitig fertig stellen konnte, wagte auch unser langjähriger Nachtschwimmaspirant Peter – wohlgeschützt durch den Hechtschutzkäfig - erstmals den Sprung in den nächtlichen See.

Bei so zahlreichen und kalorienraubenden Aktivitäten war ausreichende Verpflegung in fester und flüssiger Form ein Muss: Küchen- und Gemeinschaftszelt, von Gerdi perfekt organisiert, sowie die dankenswerter Weise von Manfred mitgebrachte mobile Schankanlage schufen die Voraussetzungen dafür, dass keiner der 47 Teilnehmer hungrig oder durstig blieb.Es wäre schlicht perfekt gewesen, hätte nicht der Wettergott den zweiten Teil unseres Vereinsmottos „ Freude am Schwimmen – Lust auf`s Wasser“ falsch verstanden: Dauerregen beim Campen haben wir damit nämlich nicht gemeint.

Was soll`s, der Umstand, dass wir die Trainingswoche wetterbedingt einen Tag früher als geplant beendet haben, ändert am tollen Gesamteindruck, den die Tage in Osttirol hinterlassen haben nichts. All jenen, die ihre Kameradschaftlichkeit dadurch bewiesen haben, dass sie im strömenden Regen beim Lagerabbau solange mitgeholfen haben, bis auch das letzte Zelt verräumt war, sei fest gedankt.

Tristach, we`ll be back !                                               

Dieter

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